Im Rahmen der von der Bezirksregierung Arnsberg bei der Technischen Universität Clausthal beauftragten „Analyse von Senkungserscheinungen außerhalb des prognostizierten Einwirkungsbereiches“ für die in jüngerer Zeit stillgelegten Steinkohlenbergwerke liegt inzwischen auch das Gutachten für das Bergwerk Lippe vor.

Entsprechend dem sich an den jeweils zuletzt gültigen Rahmenbetriebsplänen ori-entierenden Betrachtungszeitraum wurden hier die Einwirkungen des Abbaus von Januar 2007 bis zur Stilllegung im Dezember 2008 beurteilt. Wie auch nach den zuvor im Bereich der benachbarten Bergwerke erfolgten Überprüfungen bereits zu erwarten war, wurden hier mittels flächig ausgewerteter Radarinterferometrie sowie anhand ergänzter terrestrischer Messdaten ebenfalls deutliche Bodensenkungen über den rechnerischen Einwirkungsbereich hinaus ermittelt.


Die im Rahmen der umfangreichen Auswertungen detektierten Höhenveränderungen wurden zwar durchaus auch dem untertägigen Abbau zugeordnet, jedoch ebenfalls auf zeitlich und räumlich überlagernde Ursachen nicht-bergbaubedingter Bodenbewegungen wie z. B. geo-/hydrologische Einflüsse zurückgeführt. Zusammenfassend wurde in dem insgesamt 291 Seiten umfassenden Gutachten erklärt, dass die für Bergschäden charakteristischen Grenzwerte von Deformationskompo-nenten im Untersuchungsgebiert nicht erreicht wurden und somit außerhalb des im Rahmenbetriebsplan ausgewiesenen Einwirkungsbereiches auch nicht von eingetretenen Bergschäden auszugehen ist.

Seitens des VBHG werden derzeit objektbezogene Überprüfungen hinsichtlich der Übertragbarkeit auf noch nicht abschließend bewertete Schadensfälle vorgenommen. Für Interessierte ist das vollständige Gutachten zum Bergwerk Lippe auf der Homepage der Bezirksregierung Arnsberg eingestellt.

Dr.-Ing. Volker Baglikow

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