Nachrichten
VBHG referiert beim Verband Wohneigentum
Donnerstag, den 26. August 2010

Die 24 Kreisvorstände des Verbandes Wohneigentum Westfalen-Lippe informierten sich anlässlich Ihrer Vorstandssitzung am 10. August 2010 in Hamm auch über die Arbeit des VBHG. Der Verband Wohneigentum vertritt im Raum Westfalen-Lippe rd. 117.000 private Hauseigentümer.
VBHG-Bergschadenssachverständiger Dipl.-Ing. Andreas Kumer erläuterte an diesem Abend die Arbeit des VBHG im Allgemeinen sowie besonders die Bergschadenssituation im Bereich Hamm. Die weitergehenden Fragen der Zuhörer betrafen vor allem Verjährungsfristen, mögliche Rückstellungsvereinbarungen und den Dichtheitsnachweis betreffend Grundleitungen.
Abschließend wurde das VBHG-Angebot, bei Bedarf die Abbausituation im Bereich einzelner Besitzungen zu recherchieren, dankend angenommen.

 
Rheinisches Braunkohlenrevier
Dienstag, den 04. Mai 2010

Hilfen für Grundeigentümer

  • Technische Vorprüfungen des VBHG
  • Verfahrenserklärungen der Rheinbraun/RWE Power AG
  • Anrufungsstelle bei der Bezirksregierung Köln

Einleitend zur Entwicklung der oben aufgelisteten Hilfestellungen.

In Braunkohle- und anderen Tagebau-Revieren gilt die sog. Bergschadensvermutung (§ 120 BBergG) sachbedingt nicht. Die Bedeutung der Rechtsnorm als widerlegliche Teilbeweislastumkehr sollte zwar nicht überschätzt werden, ihre Nichtgeltung ist aber unstreitig ein prinzipieller Nachteil. Dies hat dazu geführt, dass die Landesregierung bereits 1984 mit dem sog. Hambach-Vertrag (Landesregierung/Rheinbraun) begonnen hatte, diesen Nachteil zugunsten der Grundeigentümer im Rheinischen Braunkohlenrevier auszugleichen. Fortsetzung fand dies in der 1986 vom Braunkohlenausschuss an den VBHG herangetragenen Bitte, im Rheinland über die konkrete Betreuung seiner Mitgliedschaften hinaus in einem gewissen Umfang für alle Grundeigentümer sümpfungsbetroffener Kommunen tätig zu werden. Erwachsen ist daraus dann eine Sondermitgliedschaft rheinischer Kommunen im VBHG, seinerzeit bezeichnet als Gesamtmitgliedschaft braunkohlebetroffener Gebietskörperschaften.
Für Bürger der zugehörigen Städte und Gemeinden führt der VBHG seitdem Erstprüfungen gemeldeter Gebäudeschäden durch, sog. Technische Vorprüfungen. Parallel wurden in Weiterführung der mit dem o. g. Hambach-Vertrag begründeten Verfahrensstandards für Schadensfallprüfung und -regulierung 1990 und 1994 Ergänzungen ausgehandelt. Die diesbezüglichen Verhandlungen mit der Rheinbraun AG wurden geführt durch Braukohlenausschuss, zeitweise beteiligte Ministerien und den VBHG (als Verhandlungskooperation), wobei der VBHG jeweils die technische Federführung hatte. Niedergelegt sind die 1984/1990/1994 ausgehandelten Verfahrensstandards, die erhebliche Untersuchungs- und Kostenrisiken von betroffenen Grundeigentümern nehmen, in Verfahrenserklärungen der Rheinbraun AG. Rechtlich zu werten sind diese als Selbstverpflichtungserklärungen, teilweise auch bekannt geworden als das sog. Rheinische Modell bzw. Regelwerk.
 
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Verbesserungen im Rheinischen Braunkohlenrevier
Dienstag, den 27. April 2010
Ergänzte und verbesserte Hilfen für Grundeigentümer im rheinischen Braunkohlenrevier
  • Grundsatzverhandlungen VBHG/RWE Power AG
  • Beschluss des Braunkohlenausschusses zur Errichtung einer Anrufungsstelle
Grundeigentümer im rheinischen Braunkohlenrevier, die sümpfungsbedingte Bergschäden vermuten, können künftig weitere Hilfestellung in Anspruch nehmen, die in das 1984 begonnene Hilfestellungskonzept der Landesregierung und des Braunkohlenausschusses integriert wurden, zu dem der VBHG seit 1986/87 beiträgt. Neu sind
  • vom VBHG in 2009 gegenüber der RWE Power AG ausgehandelte Verfahrensstandards bei der Prüfung von Schadensfällen (z. B. Erledigungsfristen) sowie
  • die vom Braunkohlenausschuss am 16.04.2010 beschlossene Errichtung einer Anrufungsstelle bei der Bezirksregierung Köln.
Während die oben erstgenannten verbindlichen Verfahrensstandards Verbesserungen in der Transparenz des Schadensprüfverfahrens mit Beweiserleichterungsfunktionen für Grundeigentümer mit sich bringen, wird über die noch zu errichtende Anrufungsstelle die Möglichkeit eines Schlichtungsverfahrens eröffnet, wenn das Prüf- bzw. Regulierungsverfahren zwischen Grundeigentümer und RWE Power AG zu keinem zufriedenstellenden bzw. belastbaren Ergebnis führt.

Die vorgenannten Verbesserungen für Grundeigentümer „schweben nicht im luftleeren Raum“, sind vielmehr in das bestehende Gesamtkonzept der Hilfestellungen eingebettet, die Grundeigentümer im rheinischen Braunkohlenrevier kostenlos in Anspruch nehmen können.
 
Zum Tod von Dr. Theodor Paul
Dienstag, den 23. März 2010
Dr. Theodor Paul, langjähriges Mitglied des VBHG-Vorstandes ist am 15. März 2010 im Alter von 84 Jahren verstorben.

Dr. Paul war Ende der 50er Jahre maßgeblich an Gründung und Aufbau des VBHG beteiligt. Er wurde bereits 1961 in der ersten Mitgliederversammlung nach der Gründung des VBHG im Jahre 1959 in den Vorstand gewählt, dem er ohne Unterbrechung bis zu seinem Ausscheiden im Jahre 2002 angehörte. Während der mehr als 40-jährigen Tätigkeit im Gesamtvorstand des VBHG bekleidete er von 1992 bis 1994 das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden. Der VBHG in seiner heutigen Ausprägung wäre ohne das langjährige Wirken Dr. Pauls kaum möglich gewesen. Er stand dem VBHG immer mit seinem Rat, aber auch mit seinen Taten zur Seite und hat gerade in der Anfangszeit geholfen, manch schwierige Klippe zu bewältigen. Der VBHG verdankt Dr. Paul sehr viel. Sein Wirken und seinen mehr als 40 Jahre währenden Einsatz für den VBHG werden alle Beteiligten immer in guter und dankbarer Erinnerung behalten.


Jürgen WibelitzJohannes Schürken
VerbandsvorsitzenderVerbandsdirektor
 
Braunkohlenausschuss
Freitag, den 19. Februar 2010

Presseinformation des Braunkohlenausschusses

Ältestenrat des Braunkohlenausschusses stimmt für Einrichtung einer Anrufungsstelle

Erweiterte Bergschadensregelung verbessert die Position Bergschadensbetroffener
Köln, 19. Februar 2010

Der Ältestenrat des Braunkohlenausschusses hat sich auf seiner heutigen Sitzung dafür ausgesprochen, bei der Bezirksregierung Köln eine Anrufungsstelle für Betroffene von Bergschäden im Rheinischen Braunkohlenrevier einzurichten. Der Verfahrensablauf orientiert sich dabei an der Arbeitsweise der bereits bestehenden Schlichtungsstelle Bergschäden Nordrhein-Westfalen, die im Bereich des Steinkohlenbergbaus tätig ist.

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