• Gründung und erste Mitgliederversammlungen

    Die Jahre von 1959 bis 1961

Der VBHG wurde am 1. Oktober 1959 in Gelsenkirchen gegründet und übernahm die wesentlichen Aufgaben der früheren Bergschädenversicherung der Haus- und Grundbesitzer, einer Gründungsinitiative von Haus- und Grundeigentümervereinen des mittleren Ruhrgebietes. Damit wurde u. a. einem gewandelten und gestiegenen Bedarf in Bergbaurevieren ansässiger Grundeigentümer nach spezifischer, umfassender Interessenvertretung Rechnung getragen.

Die Gründung des VBHG im Jahre 1959 erfolgte in einer Zeit, die einerseits noch als Nachkriegszeit bezeichnet wird, andererseits aber auch schon als Wirtschaftswunderzeit. Es herrschte bereits „Kalter Krieg“ zwischen den politischen Blöcken in Ost und West, Bundeskanzler Konrad Adenauer gibt seine Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten bekannt, zieht sie später zurück, um dann erneut als Kanzler zu kandidieren – und es dann auch zu werden. In der noch jungen Bundesrepublik förderten um diese Zeit 150 Steinkohlen-Bergwerke mit rd. 500.000 Bergleuten rd. 143 Mill. t Kohle. Gleichzeitig nahmen Mineralöl und Erdgas einen immer breiteren Raum in der Primärenergieversorgung der Bundesrepublik ein.

Trotz Konjunkturoptimismus im Allgemeinen und Vollbeschäftigung demonstrieren im Januar 1959 in Bochum rd. 70.000 und im September 1959 in Bonn rd. 60.000 Bergleute gegen den Import billiger amerikanischer Steinkohle und drohende Zechenstilllegungen. Trotzdem müssen in der folgenden Dekade 78 Bergwerke schließen, die Zahl der Bergleute sinkt auf deutlich unter 300.000. Im Gegensatz zu heute spielten Bergschäden zum Ende der 50er Jahre in der öffentlichen Wahrnehmung keine bedeutende Rolle, in den Bergbaurevieren war die Verbundenheit mit den traditionsreichen Arbeitgebern zu groß. Der Gedanke also, eine Institution zu schaffen, die sich ausschließlich den Belangen der von Bergbau betroffenen Haus- und Grundeigentümer widmet, lag nicht gerade auf der Hand, wird aber bei einbeziehender Betrachtung der Vorgängerorganisation des VBHG, der Bergschädenversicherung der Haus- und Grundbesitzer-Rechtschutzversicherung auf Gegenseitigkeit, verständlich. Im nachfolgenden Exkurs ist sie näher beschrieben.

Wichtiger Hinweis an unsere Mitglieder

Zur Verbesserung der Zugriffs- und Bearbeitungszeiten pflegen wir den Schriftverkehr in ein EDV-gesteuertes Dokumenten-Management-System ein. Bitte helfen Sie uns, indem Sie auf Ihren Schreiben an uns konsequent die sog. Objekt-Nr. aufnehmen. Sie finden sie regelmäßig in den Betreffangaben unserer Schreiben an Sie. Vielen Dank!

Daten der laufenden Musterprozesse

Zu den VBHG-betreuten Musterprozessen gegen die RAG Aktiengesellschaft, die sich zur Frage sog. nachbarrechtlicher Ausgleichsansprüche wegen bergbaubedingter Erschütterungen verhalten, liegt mit Vorlage des Berufungsurteils des LG Dortmund vom 28.02.2017 ein aktueller Sachstand vor.

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