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Im Rahmen der gemeinsam von der Bezirksregierung Arnsberg als Bergbehörde NRW und der Technischen Hochschule Georg Agricola organisierten Fachtagung „NACHBergbauzeit in NRW“ stellte der VBHG am 07.03.2019 die Notwendigkeit einer Informationsplattform dar, auf der sowohl der Planungs- und Umsetzungsstand des regionalen Grubenwasseranstiegs als auch die Ergebnisse von Monitoringverfahren abgebildet werden.

Bereits auf der ersten Tagung der Veranstaltungsreihe im Jahr 2011 berichtete VBHG-Marscheider Dr. Baglikow, dass nach Einstellung der Grubenwasserhaltung im Bereich des im Jahr 1997 stillgelegten Erkelenzer Steinkohlenreviers in verschiedenen Ortslagen neue Schäden aufgetreten waren, die nach umfangreichen Recherchen auf eine flutungsbedingte Hebung der Tagesoberfläche zurückgeführt werden konnten.

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Dr. Volker Baglikow beim Vortrag auf der Tagung NACHBergbauzeit in NRW

In den vergangenen Jahren wurden bereits verschiedene mögliche Auswirkungen einer Aufgabe von Grubenwasserhaltungen diskutiert. Hiernach kommen grundsätzlich sowohl unstetige Geländehebungen als auch Auswirkungen auf Tagesschächte/Tagesöffnungen und ehemaligen oberflächennahen bzw. tagesnahen Abbau, Vernässungen an der Tagesoberfläche sowie Einwirkungen durch eine flutungsinduzierte Seismik in Betracht.

Nachdem das Abpumpen von Grubenwasser in NRW bereits im Bereich verschiedener Reviere eingestellt oder zumindest reduziert wurde, sind nun nach Gesamtstilllegung des deutschen Steinkohlenbergbaus auch weitergehende Veränderungen für das Rheinisch-Westfälische sowie das Ibbenbürener Revier vorgesehen und zu erwarten. Wenngleich in Abhängigkeit der jeweiligen hydro-/geologischen Verhältnisse nicht generell bzw. definitiv mit konkret schadensrelevanten Folgen zu rechnen ist, erfordert die vorsorgliche Rücksicht auf potenziell betroffene Grundeigentümer eine umfängliche Aufmerksamkeit hinsichtlich sich faktisch einstellender Veränderungen. Vor etwa 300 Teilnehmern wurde daher nun aufgezeigt, wie im Falle genehmigter Verfahren ein transparenter Umgang mit konkreten Planungen und entsprechenden Monitoringergebnissen dazu beitragen kann, ggf. auftretende Schäden frühzeitig zuzuordnen und somit auch schwerwiegende Schadensentwicklungen zu vermeiden.

Neben den vorgetragenen Ausführungen wurde zudem auch ein Textbeitrag erstellt. Den Vollständigen Aufsatz erhalten Sie hier zum Download pdf

Assessor des Markscheidefachs Dr.-Ing. Volker Baglikow, Markscheider beim
Verband bergbaugeschädigter Haus- und Grundeigentümer e. V. (VBHG), Herten

 

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